
| Daten und Infos zu Super Metroid | | Titel: |
Super Metroid |
Entwicklung: |
R&D1 |
| System / Medium: |
Super NES / Cartridge |
Vertrieb: | Nintendo | | Speicherfunktion: |
Modulintern |
Produzent: |
Makoto Kanohi |
| Modulgröße: |
24 Mbit |
Leitung: | Yoshio Sakamoto | | Genre: | Action-Adventure | Komponist: | Kenji Yamamoto |
 | | Releases: | Japan: 19. März 1994 |
USA: 18. April 1994 |
Europa: 28. Juli 1994 |
Das Spiel im Überblick
Nachdem Kopfgeldjägerin Samus Aran Mother Brain auf Planet
Zebes vernichtet und das letzte Metroid vom Planeten SR388 gesichert hatte,
brachte sie jenes letzte Exemplar dieser Lebensform zur Ceres Space Science
Academy, wo es von den Wissenschaftlern genauer untersucht werden sollte. Die
Forschungen ergaben, dass man die Metroids nicht nur für schlechte Zwecke
benutzen könnten.
Als Samus die Forschungsstation verlässt, erreicht sie ein Hilferuf: Die Ceres
Space Science Academy wird angegriffen! Die tapfere Kriegerin macht sich sofort
auf den Weg zurück, um nach dem Rechten zu sehen. So beginnt der dritte Teil der
Metroid Serie, der 1994 für das Super Nintendo Entertainment System erschien und
für jene Konsole heute noch als eines der besten Spiele gilt. Was an dem Spiel so
faszinierend ist, zeigt folgendes Review!
Gameplay
Super Metroid ist ein wirklich riesiges Spiel. Wie schon für die Vorgänger
typisch, gilt es auch diesmal zahlreiche Pfade zu erkunden, die wiederum in die
unterschiedlichsten Areale führen. Einige der Bereiche werden bei Kennern des
NES Erstlings sogar Erinnerungen aufkommen, da das SNES Game auf demselben
Planeten Zebes spielt und ein Wiedersehen mit vielen Bereichen wie Brinstar,
Norfair oder Tourian somit garantiert ist. Allerdings halten sich diese
Gemeinsamkeiten im Leveldesign relativ gering, es handelt sich bei Super Metroid
um ein absolut neues Spiel. Das beliebte Spielprinzip der Metroid Reihe bleibt
jedoch erhalten und wird durch zahlreiche neue Möglichkeiten, Gegner und
Waffenupgrades erweitert: Während des Spielverlaufs sammelt Samus die
unterschiedlichsten Erweiterungen für ihren Suit, die den Spieler an bestimmten
Stellen der großen Welt von Zebes weiterkommen lassen. Oftmals benötigt man
spezielle Item, um dem Ziel, Mother Brain endgültig den Garaus zu machen, näher
zu kommen. Beispiel: Samus entdeckt einen großen Abgrund, über dem Blöcke mit
speziellen Halterungen zu sehen sind. Um sich hinüber zu schwingen, benötigt sie
den Grappling Hook, den man allerdings erst einmal finden muss.
Neben der Ausrüstung gilt es allerdings auch zahlreiche Missile und Energy Tanks zu
finden, die die Raketen- und Energiekapazität erhöhen. Weiterhin gibt es diesmal
auch Super Missiles und Power Bomben, die für noch mehr Durchschlagskraft
sorgen. Zudem wurden allerhand weitere neue Waffen zu Samus Arsenal seit den
beiden Vorgängern hinzugefügt, so dass der Titel eine noch bessere Balance
zwischen Erkunden der Umgebung und Action während der Fights mit den zahlreichen
Endbossen bietet. Diese Obermotze verlangen individuelle Strategien vom Spieler
ab, damit Samus als Sieger aus den Kämpfen hervorgeht. Verliert sie nämlich all
ihre Energie, muss man vom letzten Speicherpunkt aus von neuem beginnen. Da
diese allerdings zahlreich vorhanden und auch in der übersichtlichen Karte, die
sich jederzeit im Pausenmenü aufrufen lässt, eingezeichnet sind, ist man nicht
allzu oft zum nervigen Wiederholen bestimmter Areale gezwungen, sollte man
einmal das Zeitliche gesegnet haben. Die Karte ist sowieso einer der größten
Pluspunkte im Gegensatz zu den Vorgängern und konnte sich schließlich auch in
den weiteren Ablegern der Serie etablieren: Nun wird man sich nicht mehr so oft
verloren fühlen wie in den ersten beiden Games, man könnte auch sagen: Der
Orientierungssinn wird nicht mehr ganz so arg gefordert.
Befindet man sich mal im heißen Kern des Planeten, ist man später auch unter
Wasser aktiv. Je weiter man im Spiel vordringt, desto härter werden auch die
Gegner. Der Schwierigkeitsgrad bleibt stets anspruchsvoll, motivierend und
angemessen. Frustration sucht man vergebens, wohl nicht zuletzt aufgrund der gut
gelungenen Steuerung. Diese fällt zwar recht komplex aus (immerhin sind alle
Knöpfe des SNES Pads belegt), doch geht sie nach einigen Minuten Einspielzeit
recht gut von der Hand und eröffnet dem Spieler viele Möglichkeiten. Der
Spielumfang übertrifft die Vorgänger bei weitem. Altbewährte Spielelemente, wie
zum Beispiel das Rollen durch enge Geheimgänge mittels Morphing Ball, wurden
wieder ins Gameplay integriert und sorgen dafür, dass es viele Geheimnisse in
Super Metroid zu entdecken gibt. Technisch gesehen hat sich die Spielserie mit dem SNES Teil natürlich
weiterentwickelt.
Grafik
Grafisch gesehen besteht das Spiel aus Pixeln und Sprites.
Diese sind allerdings der 16 Bit Generation mehr als angemessen und sorgen für
eine wahre Augenweide für SciFi Fans. In bester 2D Manier hinterlassen animierte
Hintergründe, nette Regeneffekte auf der Oberwelt, detaillierte Charaktere und
nette Spezialeffekte einen guten Eindruck. Vor allem die düstere Farbwahl weiß
zu gefallen und ist stets abwechslungsreich, so dass jedes Areal im Spiel ein
wirklich neues Spielerlebnis vermittelt. Als klassischer 2D Side-Scroller kommt
Super Metroid natürlich ohne Slowdowns aus und gehört sicherlich zu den besseren
grafischen Präsentationen auf dem SNES.
Sound
Typisch für die Serie ist der geniale und düstere Sound, der wie immer absolut
zur tollen Atmosphäre beiträgt und das Gefühl von Einsamkeit und Ungewissheit
unterstützt. Klaustrophobie für die Ohren sozusagen. In manchen Arealen gibt
allerdings eher heldenhafte Melodien zu hören, daneben auch sehr schnelle
Stücke, die zum Beispiel bei der Flucht aus der explodierenden Forschungsstation
aus den Boxen klingen. Insgesamt ist der Soundtrack recht abwechslungsreich und
der Situation entsprechend ausgefallen. Auf jeden Fall ein weiterer gelungener
Aspekt des Spiels. Etwas anders sieht es da bei den Soundeffekten aus: Diese
sind zwar bei weitem keine Beleidigung für die Ohren, dafür aber eher
zweckmäßig. Alles in allem sind diese aber absolut ausreichend und fallen nicht
weiter auf.
Fazit
Als kleiner Negativpunkt fällt die Übersetzung der Untertitel in der deutschen
Version auf: Die Meldungen wurden lieblos aufs Minimale verkürzt. Weiter ins
Gewicht fällt dies allerdings nicht, da nur im Intro Text verwendet wird. Hier
hätte man sich bei Nintendo of Europe noch ein bisschen mehr Mühe geben können,
doch solche Lappalien trüben keineswegs das Gesamtbild von Super Metroid: Nicht
nur auf dem SNES zählt der Titel zu den besten Action-Adventures. Der dritte
Teil der Serie ist durchaus als einer der Höhepunkte der Reihe zu sehen und
bringt viele sinnvolle Neuerungen mit sich. Das Game sollte sich in jeder gut
geführten Spielsammlung befinden, und diejenigen, die es noch nicht besitzen,
sollten diesen Meilenstein der Videospielgeschichte schnellstmöglich nachholen. |